SATA-SSDS für kleines Geld – mehr Leistung für unter 100 EUR

Autor DP-Technikgeiz 15/06/2017 0 Kommentar(e)

SATA-SSDS für kleines Geld

 

SATA-SSDS für kleines Geld – mehr Leistung für unter 100 EUR

 

Es muss nicht immer Samsung, Toshiba oder Sandisk sein. Diese Hersteller sind im SSD-Bereich die bekanntesten und größten Player. Für ihre Qualität verlangen Sie allerdings, gemessen an der Größe der SSDs immer noch recht hohe Preise, vor allem wenn man die Preise mit Hersteller wie Drevo oder KingDian vergleicht. Doch was taugen die kleineren SSD Marken? Unser Technikgeiz-Kurztest über die aktuellen Billig-SSDs gibt Ihnen die Übersicht.

 

Billig grundsätzlich nicht immer schlecht

 

SSDs werden genau wie die Festplatten oder die SD-Karten ihrer Zeit immer günstiger und der Preis pro Gigabyte fällt mit der Zeit. Zudem lohnt sich ein täglicher Preisvergleich, denn die Speicherpreise – vor allem für die noch relativ neuen SSDs sind sehr volatil. Inzwischen gibt es auch recht viele Hersteller aus Fernostasien, die sich auf die Produktion von SSD-Flashlaufwerken spezialisiert haben und man muss nicht lange suchen, um bei Suchergebnissen die Produkte dieser Anbieter zu finden.

 

Um Ihnen eine Übersicht zu bieten, möchten wir die günstigen SSD Modelle in diesem Blog-Beitrag vorstellen. Alle SSDs haben eine Kapazität von 240 GB und eine SATA III Schnittstelle. Zweitweise haben die von uns vorgestellten Modelle nicht mal 60 EUR gekostet. Aktuell sind leider wieder die Preise von rund 80 EUR fällig, wobei es immer noch günstiger ist als ein Modell von Samsung oder SanDisk. Wobei die Hersteller der günstigen SSD-Modelle allerdings im Vergleich zu den bekannten Marken sparen, erfahren Sie weiter.

 


 

Sparen die Hersteller etwa am Speicher?

 

Der Speicher bei den SSDs von Silicon Power stamm von Toshiba. Der günstige TLC-Flash steckt etwa in der SSD von Drevo. Speichermodelle von KinDian und Teamgroup konnten wir leider nicht bestimmen – möglicherweise handelt es sich gar um Eigenproduktionen. Die Unterschiede beim Flashspeicher können z. B. Notwendigkeit einer erhöhten Fehlerkorrektur oder höherer Stromverbrauch für eine stabile Funktionsweise sein. Der Käufer merkt davon allerdings nichts, weil es die Aufgabe des Herstellers ist diese unangenehmen Effekte über die BIOS-Einstellungen und die Firmware auszugleichen. Allerdings konnten in unserem Test nicht alle SSDs mit dem SATA Link Power Management zur geringeren Stromnutzung bei Nichtgebraucht umgehen. Genauso konnte der Speicher bei einigen Modellen nicht die gewohnten 500 Mb/S erreichen und die Geschwindigkeit sank z. B. auf rund 150 Mb/S. Dennoch ist bei diversen Schreibzugriffen jede der von uns getesteten Billig-SSDs immer noch schneller als eine magnetische HDD.

 

Was den Lebenszyklus angeht, so können wir darüber leider keine Aussagen treffen. Fakt ist, dass der Lebenszyklus stark von den Fehlerkorrekturalgorhytmen abhängt, bei denen Intel und Samsung mit SanDisk führend sind. Keiner der Hersteller legt  auch Endurance- bzw. Lebenszeitdatenblätter bei. Wie Sie sehen, Abstriche und gewisse Risiken müssen Sie beim Einsatz solcher Billig-SSDs leider in Kauf nehmen. Allerdings, wenn Sie beabsichtigen nur Programme und Das Betriebssystem auf der SSD zu speichern und die Daten z. B. sowieso in der Cloud ausgelagert sind, können Sie auch zu den günstigen SSDs greifen. Eine Garantie von 3 Jahren wird bei jeder SSD vorausgesetzt, ob diese Werte aber tatsächlich erreicht werden, können wir leider nicht ermitteln. Bei normaler Nutzung dürften 3 Jahre aber selbst bei günstigem TLC-Speicher machbar sein. Bedingt durch den aktuellen Preisanstieg bei SSDs, sind die Preise aktuell kaum unterhalb der Markenmodelle wie SanDisk – z. B. in der 240 GB Ausführung.

 


 

So schnitten die Billig-SSDs ab

 

Teamgroup L7 EVO SSD

Teamgroup L7 EVO SSD 240GB

 

Diese SSD ist als einziges Modell ohne den DRAM-Cache und der Flash-Hersteller ist bei Teamgroup auch Unbekannt – Marke Eigenbau. Die Geschwindigkeit der SSD ist mit rund 250 MB/s beim Schreiben nur unterdurchschnittlich und nach 80 Gbyte ist Schluss – dann sinkt die Schreibgeschwindigkeit auf unter 50 MB/s. Die SSD von Teamgroup unterstützt auch keine Stromsparfunktionen. Aus diesen Gründen raten wir vom Kauf dieser SSD eher ab, denn die Kosten mir rund 95 EUR über Amazon sind auch nicht ganz günstig.

 

 

Drevo X1 SSD

Drevo X1 SSD 240GB

 

Die SSD X1 von Drevo gibt es in verschiedenen Größen – von 60 bis 480 GB. Wir haben die 240GB Variante getestet. Sie ist über Amazon bestellbar. Lesegeschwindigkeiten entsprechen eigentlich einer Marken-SSD, doch die Schrei0bgeschwindigkeiten brechen oft einfach grundlos ein und zwar auf 80 MB/s. Solche Geschwindigkeiten liegen gar unterhalb einer modernen HDD-Festplatte. Der Grund dafür ist der kleine 4GB LC-Cache. Wenn dieser allerdings vollläuft, muss die SSD direkt in den langsamen TLC-Speicher schreiben und dabei fällt die Geschwindigkeit. Diese SSD ist mit rund 75 EUR bei Amazon immer noch günstig und besitzt eine geringe Leerlauflaufleistungsaufnahme, ist allerdings durch den Geschwindigkeitsabfall beim Schreiben oftmals träge. Wegen dem günstigen TLC-Flash nur für den Einsatz bei unkritischen Daten geeignet.

 

KingDian S280 SSD

KingDian S280 SSD 240GB

Die S280 SSD von KingDian liefert einen kleinen SLC-Cache von 4 Gb und eine anfängliche Schreibgeschwindigkeit von 350 MB/s. Wenn der Cachespeicher vollläuft und direkt in den Speicher geschrieben wird, sinken die Schreibgeschwindigkeiten ebenfalls auf rund 80 MB/s. Die SSD von Kingdian hat eine hohe Leerlaufleistungsaufnahme und ist deshalb nicht unbedingt für den Einsatz in einem Notebook zu empfehlen. Allerdings macht der Hersteller als einziger unter den von uns getesteten Modellen Angaben zu der Lebensdauer der KingDian SSD. Die S280 kann laut Herstellerangaben 8 Jahre lang eine Schreiblast von rund 100GB/Tag aushalten. Das Modell ist sehr günstig und ist in der 240GB Variante für rund 78 EUR aktuell über Amazon erhältlich. Dort tritt der Hersteller auch direkt als Verkäufer auf.

 

Silicon Power Slim S60 SSD

Silicon Power S60 240GB SSD

 

Die S60 SSD von Silicon Power ist mit dem flotten MLC-Speicher von Toshiba ausgerüstet – kein Wunder, denn Silicon Power ist kein ganz unbekannter Anbieter. Allerdings liegt der Preis bei Amazon aktuell bei rund 95 EUR, womit die 240GB SSD teurer ist als das Konkurrenzmodell von SanDisk. Der Preis war aber nicht immer so hoch und das Warten auf ein Angebot lohnt sich, den es gabt schon Tage, als der Preis für die Silicon Power Slim S60 SSD auf rund 65 EUR sank. Die Schriebgeeschwindigkeit ist ordenlich und erreicht rund 400 MB/Ss. Danke einer geringen Leerlaufleistungsaufnahme ist die SSD auch für den Einsatz in Notebooks problemlos geeignet. Allerdings ist die SMART-Abfrage über die Temperatur fehlerhaft.

 


 

Übersichtstabelle der Billig-SSDs von Technikgeiz

 

ModellL7 EVOx1 SSDS280S60
Bild und ProduktlinkTeamgroup L7 EVO SSD 240GBDrevo X1 SSD 240GBKingDian S280 SSD 240GBSilicon Power S60 240GB SSD
HerstellerTeamgroupDrevoKingDianSilicon Power
Kapaizität240 GB240 GB240 GB240 GB
Erkannte Kapazität unter Windows10223,57 GB223,57 GB223,57 GB223,57 GB
LeerliestungsaufnahmeGernigGeringHochGering
Garantie3 Jahre3 Jahre3 Jahre3 Jahre
Weitere Kapazitäten120 GB60GB, 120GB, 256GB60GB, 120GB, 480 GB60GB, 120GB, 480 GB

 

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